Total Cost of Ownership für Facility Manager und den Einkauf

Total Cost of Ownership: Dieser betriebswirtschaftliche Ansatz kann auch dem Facility Management und dem Einkauf neue Chancen eröffnen. Warum das so ist, was sich hinter dem Begriff verbirgt, und wieso „teuer“ auf längere Sicht günstig sein kann – das erläutert dieser Blog.

Was bedeutet Total Cost of Ownership?

Nicht nur auf die Kosten für die Anschaffung schauen, sondern die Kosten für Produkte oder Dienstleistungen ganzheitlich betrachten: Das leistet der betriebswirtschaftliche Ansatz des Total Cost of Ownership.

Von Einkauf, Bestellung, Lieferung und Installation über den laufenden Betrieb, Wartung, Reparaturen und Kosten für Ausfallzeiten bis hin zur Entsorgung oder Weiterverwertung eines Produkts: Die Total Cost of Ownership, kurz TCO, umfasst alle direkten und indirekten Kosten über die gesamte Lebensdauer eines Produkts oder einer Dienstleistung hinweg. Daher wird der Begriff auch mit „Gesamtbetriebskosten“ oder „Lebenzykluskosten“ übersetzt.

In diese ökonomische Betrachtungsweise fließen aber auch ökologische Aspekte ein: Zum Beispiel der energiesparende Betrieb von Anlagen, die ressourcenschonende und umweltfreundliche Herstellung eines Produkts oder dessen Recyclingfähigkeit bzw. Wiederverwertbarkeit.

Ein langfristiger Ansatz wie TCO kann bei der Planung von Investitionen äußerst hilfreich sein – und positive Auswirkungen im Hinblick auf die Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit mit sich bringen.

Total Cost of Ownership im Facility Management

Die Gesamtbetriebskosten möglichst gering zu halten: Das ist im Facility Management an der Tagesordnung. So kann die regelmäßige Wartung der Infrastruktur – ob Waschraumausstattung oder Heizanlage – deren Lebensdauer verlängern, teure Reparaturen verhindern und letztlich Abfall vermeiden.

Auch ökologische Aspekte wie der Energiebedarf und die Auswahl der Verbrauchsmaterialien spielen eine Rolle. LED-Lampen sind teurer als Glühbirnen, verbrauchen aber weniger Energie: Das rechnet sich langfristig. Verbrauchsmaterial wie Toilettenpapier, das aus recycelten oder nachwachsenden Rohstoffen und mit grünem Strom erzeugt wird, hat eine deutlich bessere CO2-Bilanz als konventionell erzeugtes – und dieser Aspekt fließt zudem positiv in die Nachhaltigkeitszahlen einer Organisation ein.

Generell aber sind Facility Manager häufig mit den vorgegebenen Tatsachen konfrontiert: Sie beruhen auf den Entscheidungen der Einkaufsabteilungen – und die haben oft einen ganz anderen Fokus.

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Total Cost of Ownership im Einkauf

Funktionierende Produkte, zu möglichst geringen Anschaffungskosten: Im Einkauf steht das häufig im Mittelpunkt. Dabei kann sich die langfristige Betrachtungsweise des Total Cost of Ownership auszahlen – wobei der Einkauf dann im Blick hat, welche Kosten unterm Strich für die gesamte Organisation anfallen.

Sind bestimmte Produkte eines Herstellers günstig, aber störanfällig, entstehen Kosten für Reparaturen und Ausfallzeiten. Dann ist sinnvoll, einen anderen Hersteller zu wählen: Ein womöglich höherer Anschaffungspreis wird durch niedrigere Reparaturkosten ausgeglichen. Auch die Entscheidung über Kauf-, Verleih- oder Mietmodelle, zum Beispiel über Serviceverträge für den Waschraum, kann unter TCO-Aspekten getroffen werden.

Zudem gilt auch im Einkauf: Jede Entscheidung hat nicht nur ökonomische, sondern auch ökologische Auswirkungen. In den Kosten, die ein Produkt im Lauf seines Lebens verursacht, verbergen sich Nachhaltigkeitsaspekte – bis hin zur Frage, was mit dem Produkt am Ende seiner Lebenszeit passiert. Denn auch die Entsorgung ist ein Kostenfaktur, und ein recyceltes und recycelbares Produkt hat damit viele Vorteile.

Total Cost of Ownership: win-win für alle Beteiligten

Total Cost of Ownership erfordert nicht selten einen Perspektivwechsel – sowohl im Einkauf wie auch im Facility Management. Für möglichst niedrige Einkaufskosten sorgen und gleichzeitig die Gesamtbetriebskosten minimieren: Dazu sollten Einkauf und Facility Management idealerweise an einem Strang ziehen.

Eine klare Ausrichtung der gesamten Organisation ist dabei hilfreich – und die Erkenntnis, dass niedrige Gesamtbetriebskosten manchmal erst durch einen höheren Anschaffungspreis oder intelligente Servicelösungen möglich werden. Der Nutzen von TCO kann aber über den Kostenaspekt weit hinaus gehen und berührt viele Umweltaspekte. Und ein lebenswerter Planet – der ist wirklich unbezahlbar.

Möchten Sie dies weiter in Detail besprechen, dann kontaktieren Sie mich bitte persönlich:
Kirsten Padberg
op 19 April, 2022
Customer Service BlackSatino

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