Zirkuläre Prozesse funktionieren nur auf allen Ebenen. Wenn Sie Zirkularität in Ihrem Unternehmen etablieren möchten, gelingt dies nur, wenn alle Bereiche entlang der Wertschöpfungskette zusammen arbeiten, um einen funktionierenden Kreislauf zu bilden.

Offener Dialog

Aber wie stellt man es an, mehrere Parteien, die normalerweise nicht zusammenarbeiten, dazu zu bewegen, gemeinsam aktiv zu werden, um zur Erreichung Ihrer Nachhaltigkeitsziele beizutragen?

Alles beginnt mit einem offenen Dialog. Versammeln Sie alle Partner an einem Tisch und tauschen Sie Ihre Ambitionen miteinander aus. Lassen Sie alle miteinander nachdenken, was sie zu der Realisierung dieser Ziele beitragen können und möchten. Halten Sie die Vereinbarungen deutlich und transparent in einer Rahmenvereinbarung fest, um deren Einhaltung aktiv überwachen zu können.

Witte zeepdispenser met hand

Nutzen Sie eine Kreislaufvereinbarung

Anhand eines Praxisbeispiels wird eine Kreislaufzusammenarbeit erläutert. Gesetzt der Fall, Sie möchten Papp-Kaffeebecher nicht mehr als Restabfall entsorgen, sondern als Rohstoff für Hygienepapier nutzen. Wenn Sie diesen Kreislauf zustande bringen möchten, ist Ihr Abfallentsorgungsbetrieb ein wichtiger Faktor. Die Einsammlung muss möglicherweise anders eingerichtet werden, und Ihr Abfallentsorger muss dafür sorgen, dass die gebrauchten Becher in sauberen Ballen zum Hersteller von Waschraumlösungen gebracht werden. Darüber hinaus spielt Ihr Service- und Vertriebspartner eine wichtige Rolle. Dieser muss dafür sorgen, dass das Toiletten- und Handtuchpapier, das daraus hergestellt wird, wieder an Sie geliefert wird.

Wie Sie vielleicht feststellen, brauchen all diese Parteien einander, und es ist unerlässlich, dass untereinander die nötigen Vereinbarungen getroffen werden, um den Kreislauf zustande zu bringen. Diesbezüglich erfüllt der Einkäufer eine wichtige Rolle. Er steht in seiner Funktion mit allen Parteien in Kontakt. Es ist seine Aufgabe, eventuell gemeinsam mit dem Vertragsmanager, dafür zu sorgen, dass die benötigten Vereinbarungen zustande kommen und eingehalten werden.

Wer ist für die getroffenen Vereinbarungen verantwortlich?

Wer für die Einhaltung der getroffenen Vereinbarungen verantwortlich ist, ist je nach Unternehmen unterschiedlich. Wenn eine Kreislaufzusammenarbeit besteht, sind oftmals der Gebäudemanager, der Einkäufer und der Vertragsmanager verantwortlich.

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Das Gebäudemanagement belegt vor allem die allgemeine Strategierolle, nicht so sehr die tägliche Kontrolle.

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Der Vertragsmanager ist für die Verwaltung der Verträge verantwortlich und wird den Prozess über diese aktiv steuern.

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Der Einkäufer ist für die Betreuung der Ausschreibung verantwortlich. Im Rahmen seiner/ihrer Rolle werden in Abstimmung mit dem Gebäudemanager auch die Vereinbarungen mit allen betroffenen Parteien getroffen.

In so gut wie allen Fällen können die Vereinbarungen innerhalb der bestehenden Verträge abgeschlossen werden. Manchmal muss ein Vertrag angepasst werden. Für einen Abfallentsorgungsbetrieb, der ab sofort einen Abfallstrom abholt und nun Kaffeebecher separat einsammeln wird, muss etwas im Vertrag geändert werden. Die allgemeine Vereinbarung kann dabei fortgesetzt werden, nur die Leistungskennzahlen (KPI) müssen angepasst werden.

Vereinbarungen aufzeichnen

Um dafür zu sorgen, dass die bei einer Kreislaufzusammenarbeit betroffenen Parteien ihren Verpflichtungen nachkommen, wird in den meisten Fällen eine Kreislaufvereinbarung erstellt. Dabei handelt es sich um einen Rahmenvertrag, der über den anderen Vereinbarungen steht. Darin wird lediglich auf die zugrunde liegenden Einzelverträge verwiesen. Gibt es dabei keine Fallstricke? Natürlich bleiben Sie abhängig von der Bereitschaft Ihrer Partner. Unserer Erfahrung kommen Betrugsfälle selten bis niemals vor, oftmals handelt es sich nämlich um Parteien, die ernste Absichten haben, und dabei hilft eine Vereinbarung, um die Richtlinien scharf abzugrenzen und zu erhalten.