Das Wort „Nachhaltigkeit“ ist in aller Munde. Doch was bedeutet es eigentlich? Die Frage ist berechtigt: Denn „die eine“ Definition von Nachhaltigkeit gibt es nicht. Wir erläutern in diesem Blog, was sich hinter dem Begriff verbirgt – und warum Nachhaltigkeit nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Verbraucher immer wichtiger wird.

Woher stammt der Begriff Nachhaltigkeit?

Der Begriff ist modern, das Prinzip der Nachhaltigkeit aber alt. Es stammt aus der Forstwirtschaft und reicht 300 Jahre zurück: Holz war damals der wichtigste Rohstoff und drohte zu verknappen. Der sächsische Beamte Hans Carl von Carlowitz forderte, dass immer nur so viel Holz geschlagen werden sollte, wie durch eine planmäßige Aufforstung nachwachsen könnte. Damit legte er den Grundstein für die Idee der Nachhaltigkeit.

Was bedeutet Nachhaltigkeit?

Die deutsche Bundesregierung hat das einprägsame Bild des Waldes als Rohstoffquelle in seine Definition übernommen: „Nachhaltigkeit bedeutet: Nur so viel Holz schlagen, wie auch nachwachsen kann; vom Ertrag – und nicht von der Substanz leben. Mit Blick auf die Gesellschaft heißt das: Jede Generation muss ihre Aufgaben lösen und darf sie nicht den nachkommenden Generationen aufbürden.“

Nachhaltigkeit berührt damit viele unterschiedliche Bereiche: die Umwelt bzw. unseren Planeten, der uns als Lebensraum und Rohstoffquelle dient und den wir daher erhalten müssen. Unsere Gesellschaft, die nicht nur heute, sondern auch künftig gute Lebensbedingungen für alle bieten muss. Und Unternehmen, die sozial- und umweltverträglich wirtschaften sollten, so dass sie langfristig existieren können.

Orientierung geben auch die 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals/SDG) der Vereinten Nationen. Sie liefern die Eckpunkte für eine nachhaltige Entwicklung weltweit: darunter sind z.B. der Kampf gegen Armut und Hunger, der Schutz der Meere oder der Klimaschutz.

Nachhaltigkeit in Unternehmen

Unternehmen handeln nicht nur nachhaltig, indem sie faire Löhne zahlen und gute Arbeitsbedingungen schaffen, sondern auch, indem sie auf spezifische Umweltindikatoren achten: Sie sollten umweltschädliche Emissionen wie CO2 und Abfälle vermeiden, den Verbrauch von Wasser und Energie reduzieren sowie umweltfreundliche und nachwachsende Rohstoffe verwenden – denn die natürlichen Ressourcen unseres Planeten sind begrenzt. Auch der Einkauf nachhaltiger Produkte spielt dabei eine Rolle. In einer idealen Welt würden Unternehmen ihre Produkte gleich so herstellen, dass diese Produkte nach Ende ihrer Lebensdauer recycelt oder weiterverwertet werden können in einem beständigen Materialkreislauf.

Nachhaltigkeit im Alltag

Im Alltag hat Nachhaltigkeit ebenso viele Facetten und berührt jeden Lebensbereich. Überall, wo CO2 eingespart wird und Rohstoffe geschont werden, sind Hebel für mehr Nachhaltigkeit vorhanden. Mode kann nachhaltig sein, wenn sie unter fairen Bedingungen hergestellt wird und lange oder Secondhand getragen wird. Radfahren ist nachhaltiger als mit dem Auto Abgase und Feinstaub auszustoßen.

Es ist nachhaltig, Verpackungsmüll in der gelben Tonne zu entsorgen und so Recycling zu ermöglichen – oder Produkte gleich ganz ohne Verpackung zu kaufen. Und indem Verbraucher:innen sich für Produkte entscheiden, die nachhaltig erzeugt werden, kann jeder von uns einen Beitrag leisten.

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Henrik Stolle
op 19 April, 2022

Megatrend Nachhaltigkeit
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