Nachhaltige Produkte: Warum auch der Produktionsprozess zählt

Ohne Nachhaltigkeit geht heute nichts mehr – ob im Facility Management oder bei Einkauf und Beschaffung. Dabei dreht es sich oft um die Auswahl oder Nutzung einzelner Produkte.
Doch Nachhaltigkeit geht weit über das eigentliche Produkt hinaus: Sie beginnt schon bei der Herstellung. In diesem Blog erfahren Sie, warum es sich lohnt, hinter ein Produkt zu schauen und einen Blick auf die Produktionsprozesse zu werfen.

Wann ist ein Produkt nachhaltig?

Ein Produkt kann in vielerlei Hinsicht nachhaltig sein: zum Beispiel, indem es aus nachwachsenden oder recycelten Rohstoffen gefertigt wurde, indem seine Materialien recycelt werden können, oder indem es besonders langlebig ist und Reparaturen möglich sind. Gütesiegel wie der Blaue Engel geben Auskunft über solche Produkte, die im Vergleich zu anderen Erzeugnissen ihrer Art umweltfreundlicher sind.

Es lohnt sich aber immer, einen kritischen zweiten Blick auf ein „nachhaltiges“ Produkt zu werfen. Ein Toilettenpapier, das aus umweltfreundlichen, nachwachsenden Rohstoffen erzeugt wird, aber dann um die halbe Welt geflogen werden muss, ist nicht mehr nachhaltig, denn der Transport erzeugt hohe Mengen an schädlichem CO2.

Ein nachhaltiges Produkt sollte also nicht nur nützen und die Lebensgrundlagen für unsere Zukunft sichern, sondern idealerweise der Gesellschaft und dem Planeten auch so wenig wie möglich schaden. Das Beispiel Toilettenpapier zeigt: Der ökologische Fußabdruck, der darüber Auskunft gibt, wie nachhaltig ein Produkt letztlich wirklich ist, erstreckt sich über die gesamte Produktions- und Lieferkette, und das womöglich global. Und am Schluss steht dann immer die Frage, was mit dem Produkt nach dem Ende seines Lebenszyklus geschieht: Denn auch dies hat Einfluss auf die Bewertung der Nachhaltigkeit.

Der Produktionsprozess: ein wertvoller Hinweis auf die Nachhaltigkeit eines Produkts

Die Herstellung von Produkten verbraucht Energie und Rohstoffe; zugleich entstehen während des Produktionsprozesses und entlang der gesamten Lieferkette Abfälle oder Emissionen, die Luft, Boden oder Wasser schaden können. Ein nachhaltiger Produktionsprozess behält all diese Faktoren im Blick. Er versucht, Schadstoffe, Abfälle und Emissionen grundsätzlich zu vermeiden bzw. zu minimieren und Rohstoffe zu schonen.

Dabei geht es z.B. um die Wahl von Materialen und Rohstoffen:Stammen sie aus erneuerbaren Quellen? Woher stammen die Rohstoffe? Kommen bei der Produktion erneuerbare, grüne Energien zum Einsatz? Und wie steht es um die Technologien, die bei der Herstellung benötigt werden: Minimieren sie den Energie-, Rohstoff und Wasserverbrauch, den Müll und schädliche Emissionen?

Diese Aspekte zu betrachten liefert Hinweise darauf, wie viel Nachhaltigkeit wirklich in einem Produkt steckt.

Nachhaltige Produktentwicklung und Cradle to Cradle

Um Nachhaltigkeit zu beurteilen, bietet der Lebenszyklus des Produkts also einen wichtigen Anhaltspunkt: Er beginnt mit der Produktentwicklung, hinterfragt die sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Bedingungen der Produktion, berücksichtigt die Nutzung (wie schnell verschleißt das Produkt? Benötigt es Energie, um zu funktionieren?) und denkt schließlich auch an die wertschöpfende Weiterverwertung am Ende des Lebenszyklus.

All diese Punkte spielen bei der Cradle to CradlePhilosophie eine große Rolle: Cradle to Cradle (C2C) will im Idealfall eine Welt ohne Müll schaffen und Materialien und Rohstoffe in einen quasi unendlichen Stoffkreislauf überführen. Ein Produkt sollte daher so designt und hergestellt werden, dass es nicht umweltschädlich erzeugt wird, am Ende seiner Lebensdauer einfach zu zerlegen ist – und dass all seine Materialen recycelt und zurückgewonnen werden können, damit daraus wieder ein neues Produkt entstehen kann.

Dafür gibt es bereits Ansätze; das BlackSatino Waschraumhygienekonzeptist ein Beispiel dafür. Auch hier gibt es ein Gütesiegel: Eine offizielle Cradle to Cradle Certified® Zertifizierung, die nach Umfang der Umweltleistungen gestaffelt ist, dokumentiert diese Anstrengung für mehr Nachhaltigkeit.

Nachhaltige Produkte und Kreislaufwirtschaft

Geschlossene Stoffkreisläufe zu schaffen: Das ist ein realistischer und wichtiger Ansatz für mehr Nachhaltigkeit, der auch politisch heute stark gefordert wird. Dabei werden Rohstoffe und Materialien möglichst lange genutzt, zurückgewonnen und dann weitergenutzt, anstatt als Abfall zu enden.

Klassische Beispiele für diese nachhaltigen Produkte sind Büro- oder Hygienepapier aus Altpapier oder die recycelten Kunststoffspender, wie sie BlackSatino anbietet: Am Ende ihrer Lebensdauer wird ihr Material so aufbereitet, dass daraus wieder neue Spender entstehen. Der große Vorteil solcher Kreislaufprozesse: Ressourcen werden lange genutzt, ohne dass neue Rohstoffe gewonnen werden müssen (was meist zu einer bedeutend höheren Umweltbelastung führt).

Das Kreislaufservicekonzept von BlackSatino gibt Unternehmen die Möglichkeit, selbst Teil eines solchen Kreislaufs zu werden – und dann Hygienepapier zu beziehen, dass besonders nachhaltig erzeugt wurde und sogar Cradle to Cradle zertifiziert ist.

Wie BlackSatino in die nachhaltige Produktenwicklung investiert

Um dieses hohe Ausmaß an Nachhaltigkeit zu schaffen, setzt BlackSatino schon bei Herstellungsprozess an. Schädliche Chemikalien werden durch unschädliche Roh- und Hilfsstoffe ersetzt, die in einem natürlichen Kreislauf abgebaut werden können. BlackSatino produziert zudem mit ausschließlich grünem Strom; einen Ausgleich für die unvermeidbaren Emissionen, die bei der Produktion entstehen, wird mit Gold Standard Carbon-Punkten durch ein Entwicklungsprojekt in Ruanda erzielt.

Möchten Sie dies weiter in Detail besprechen, dann kontaktieren Sie mich bitte persönlich:
Henrik Stolle
op 14 Juni, 2022

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Sechs Insights für Facility Management